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	<title>Der Wedding &#187; Wissen</title>
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	<description>Das Magazin für Alltagskultur</description>
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		<title>Rap und Religion</title>
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		<pubDate>Wed, 08 Dec 2010 17:06:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>axel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Wissen]]></category>

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		<description><![CDATA[

Die Pak-Mohammed Moschee war früher einmal eine Lagerhalle für Gemüse.
Mit den Brüdern Etizaz und Habib durch den Wedding


VON DOROTHÉE QUARZ
_
Wird in Berlin über sogenannte soziale Brennpunkte geredet, werden meist die Bezirke Wedding und Neukölln als Negativbeispiele  angeführt. Vor allem Jugendliche gelten als problematisch – auch weil vielen Menschen die Lebenswelt der jungen Erwachsenen fremd ist. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><!-- @font-face {   font-family: "Arial Unicode MS"; }p.MsoNormal, li.MsoNormal, div.MsoNormal { margin: 0cm 0cm 0.0001pt; font-size: 12pt; font-family: "Times New Roman"; }p { margin: 14pt 0cm; font-size: 12pt; font-family: "Arial Unicode MS"; }span.Absatz-Standardschriftart {  }div.Section1 { page: Section1; } --></p>
<p style="margin: 0cm 0cm 0.0001pt;"><img class="alignnone size-full wp-image-1038" title="In-der-Moschee2-klein" src="http://www.derwedding.de/wpde/wp-content/uploads/In-der-Moschee2-klein.jpg" alt="In-der-Moschee2-klein" width="500" height="410" /></p>
<p><em>Die Pak-Mohammed Moschee war früher einmal eine Lagerhalle für Gemüse.</em></p>
<p style="margin: 0cm 0cm 0.0001pt;"><strong>Mit den Brüdern Etizaz und Habib durch den Wedding</strong></p>
<p style="margin: 0cm 0cm 0.0001pt;">
<p style="margin: 0cm 0cm 0.0001pt;">
<p style="margin: 0cm 0cm 0.0001pt;"><em>VON DOROTHÉE QUARZ</em></p>
<p style="margin: 0cm 0cm 0.0001pt;">_</p>
<p style="margin: 0cm 0cm 0.0001pt;">Wird in Berlin über sogenannte soziale Brennpunkte geredet, werden meist die Bezirke Wedding und Neukölln als Negativbeispiele  angeführt. Vor allem Jugendliche gelten als problematisch – auch weil vielen Menschen die Lebenswelt der jungen Erwachsenen fremd ist. Der Verein „Kultur bewegt e.V.“ will dem schlechten Ruf von Kiez und Bewohnern etwas entgegensetzen und hat mit Route 65 ungewöhnliche Stadtteilführungen konzipiert: Jugendliche aus Neukölln und Wedding wie die Brüder Etizaz (18) und Habib (16) Wain zeigen interessierten Besuchern ihren Kiez und erzählen aus ihrem Alltag. „Rap und Religion“ heißt ihre Stadtteilführung durch den Wedding.</p>
<p style="margin: 0cm 0cm 0.0001pt;"><span id="more-1035"></span>Habib und Etizaz beginnen ihre Stadtteilführung am Gesundbrunnencenter. Hier strömen Menschen aus der S-Bahn, rauschen Autos auf der gegenüberliegenden Badstraße vorbei, werden Kinderwagen in die Einkaufspassage geschoben. „Alle Menschen, die im Wedding wohnen, gehen zum Shoppen, Chillen, Eis essen ins Gesundbrunnencenter – egal welcher Nationalität“, erklärt Habib den zwölf Teilnehmern der Führung. „Auch muslimische Mädchen und Jungs sind gemeinsam hier, obwohl sie das eigentlich nicht dürfen“, er schmunzelt.</p>
<p>Einige Teilnehmer der Tour kennen das Gesundbrunnencenter. Ein Paar, das früher einmal im Wedding gewohnt hat, ist heute auf Nostalgie-Tour, ein junger Mann will den Wedding besser kennenlernen. Er wohnt in Weissensee, überlegt aber herzuziehen: Hier bekommt man noch schöne Altbauwohnungen zu einem guten Preis, viele meiner Freunde wohnen inzwischen in Wedding“.</p>
<p>Entlang der Badstraße, vorbei an Ein-Euro-Läden, China-Imbissen, Gemüsehändlern und Spielhallen geht die Tour. Es ist laut, die Menschen drängeln sich auf dem Gehsteig. Immer wieder grüßen Habib und Etizaz die vorbeiziehenden  Passanten auf der Straße. Die Brüder sind hier geboren, der Kiez ist ihr Zuhause; ihre Eltern kommen aus Pakistan.<br />
Vor der Willy-Brandt Oberschule in der Grüntaler Straße bleiben sie stehen. Ruhig ist es hier in der Seitenstraße – die laute Geräuschkulisse der Badstraße bleibt zurück. In der Oberschule, erzählt Habib, habe er vor einiger Zeit ein berufsvorbereitendes Jahr absolviert. Damals, erinnert er sich, habe es „heftige Schlägereien auf dem Schulgelände“ gegeben, bei denen er und sein Bruder auch mal zugeschlagen hätten. Doch das ist Vergangenheit, heute diskutieren sie bei Konflikten miteinander und seitdem die Schule mit Sozialpädagogen und Mediatoren zusammenarbeitet – sei auch das Klima viel besser geworden.</p>
<p>Zurück auf der Badstraße führt der Weg hinein in einen kleinen Laden, der orientalische Teppiche, Shishapfeifen und Möbel verkauft. An den Wänden hängen goldene Rahmen, in denen auf kleinen Messingschildern die 99 Namen Allahs auf Arabisch stehen. Viele Muslime hängen sich diese Synonyme für Allah an die Wohnzimmerwand, erklärt Habib. Die Brüder kommen regelmäßig, um sich neue Shishapfeifen zu kaufen. „Das ist zu einem richtigen Trend unter Jugendlichen geworden“, sagt Etizaz. Er erklärt, wie man eine Wasserpfeife benutzt und erzählt, dass sie abends oft in Shisha-Bars gehen.</p>
<p style="margin: 0cm 0cm 0.0001pt;">
<p style="margin: 0cm 0cm 0.0001pt;">Die Route führt zurück in die Badstraße, zur Pak-Mohammed Moschee. Die pakistanisch-sunnitische Moschee liegt in einer ehemaligen Lagerhalle für Gemüse, doch daran erinnert heute nichts mehr. Die Böden sind mit schweren Teppichen ausgelegt, die Wände holzvertäfelt und mit Lichterketten und Bildern der Stadt Medina geschmückt. Jeden Freitag besuchen die Brüder den Gottesdienst, sonntags gehen sie in den Religionsunterricht. Der 16-jährige Habib ist sehr gläubig und betet fünf Mal täglich; sein 18-jähriger Bruder Etizaz nur, wenn er Zeit hat. Alkohol trinken sie beide nicht. Die Teilnehmer der Stadtteilführung interessieren sich für den Ablauf des Gebets und Habib, der Jüngere der beiden, erklärt, dass freitags zuerst auf Urdu und anschließend auf Arabisch gebetet wird, und dass Männer und Frauen in getrennten Räumen beten.</p>
<p style="margin: 0cm 0cm 0.0001pt;">
<p style="margin: 0cm 0cm 0.0001pt;"><img class="alignnone size-full wp-image-1032" title="Etizaz-und-Habib_Applaus-am-Ende-der-Tour-klein" src="http://www.derwedding.de/wpde/wp-content/uploads/Etizaz-und-Habib_Applaus-am-Ende-der-Tour-klein1.jpg" alt="Etizaz-und-Habib_Applaus-am-Ende-der-Tour-klein" width="500" height="383" /></p>
<p><em>Etizaz (links) und Habib zeigen interessierten Besuchern ihren Weddinger Kiez.</em></p>
<p style="margin: 0cm 0cm 0.0001pt;">Neben Religion spielt auch Rap-Musik im Leben der Brüder eine wichtige Rolle. Gemeinsam mit anderen Rappern und den Streetworkern von der Straßenarbeitsinitiative „Gangway e.V.“ haben sie die CD „Gangway Beatz Sampler“ aufgenommen; das Gangway-Büro in der Buttmannstraße ist die vorletzte Station der Kiezführung. Bedingung für die Aufnahmen auf dem „Gangway Beatz Sampler“ war damals, dass die Texte weder frauenfeindliche noch gewaltverherrlichende Inhalte haben. Gemeinsam mit Gangway waren die Brüder auch in New York, wo sie in der Bronx amerikanische Rapper getroffen haben. Etizaz Augen strahlen, als er davon erzählt: „In New York habe ich erst so richtig gemerkt, was Hip Hop ist. Da rappen die Jugendlichen auf der Straße und tanzen Breakdance in der U-Bahn“.</p>
<p style="margin: 0cm 0cm 0.0001pt;">
<p style="margin: 0cm 0cm 0.0001pt;">Zeit zum Rappen haben Habib und Etizaz derzeit jedoch nicht –  Habib besucht die 11. Klasse eines Gymnasiums in der Voltastraße; Etizaz absolviert ein berufsvorbereitendes Jahr. Dass den Brüdern Bildung wichtig ist, wird auch bei der letzten Station von „Rap und Religion“ klar: Habib schwärmt vom regionalgeschichtlichen Museum Mitte am Gesundbrunnen. Begeistert zählt er auf, was dort alles ausgestellt wird. „Hier kann man erfahren, wie die Menschen früher gelebt haben und wie der Schulalltag aussah.“<br />
Erfahren haben die Teilnehmer der Route 65 heute vor allem etwas über den Alltag der Brüder Habib und Etizaz Wain aus dem Wedding.<br />
Route 65, weitere Infos unter:<a href="www.route65-wedding.de" target="_blank"> www.route65-wedding.de</a></p>
<p style="margin: 0cm 0cm 0.0001pt;">
<p style="margin: 0cm 0cm 0.0001pt;">
<p style="margin: 0cm 0cm 0.0001pt;">_</p>
<p style="margin: 0cm 0cm 0.0001pt;"><em>Dorothée Quarz, freie Journalistin, hat in Bonn und Warschau Germanistik und Philosophie studiert und lebt heute in Neukölln. Sie interessiert sich für Unterwäschemode, Eckkneipen, Badezimmerrituale – für Alltagskultur in all ihren Facetten.</em></p>
<p style="margin: 0cm 0cm 0.0001pt;"><em><br />
</em></p>
<p style="margin: 0cm 0cm 0.0001pt;">
<p style="margin: 0cm 0cm 0.0001pt;"><strong><em>!!!! VERANSTALTUNGSTIP !!!!</em></strong></p>
<p style="margin: 0cm 0cm 0.0001pt;">
<p style="margin: 0cm 0cm 0.0001pt;"><strong>Kiezrallye im Quartier Pankstraße </strong></p>
<p style="margin: 0cm 0cm 0.0001pt;">
<p style="margin: 0cm 0cm 0.0001pt;"><strong>Sonnabend, den 11. Dezember, 16 Uhr</strong><br />
Treffpunkt Quartiersmanagement Pankstraße/ Prinz-Eugen-Str. 12, Berlin-Wedding<br />
Die Tour ist kostenlos und dauert ca. 2,5 Stunden.</p>
<p style="margin: 0cm 0cm 0.0001pt;">
<p style="margin: 0cm 0cm 0.0001pt;">Start am 11. Dezember um 16 Uhr<br />
Am 11. Dezember um 16 Uhr geht es los.</p>
<p style="margin: 0cm 0cm 0.0001pt;">Treffpunkt ist das Quartiersmanagement Pankstraße in der Prinz-Eugen-Str. 12.</p>
<p style="margin: 0cm 0cm 0.0001pt;">Die Tour ist kostenlos und wird circa 2,5 Stunden dauern.<br />
Weitere Infos unter: <a href="da-geht-der-pank-ab.de" target="_blank">www.da-geht-der-pank-ab.de</a></p>
<p style="margin: 0cm 0cm 0.0001pt;"><img class="alignnone size-full wp-image-1037" title="Kiez-Rallye-Plakat_Blog" src="http://www.derwedding.de/wpde/wp-content/uploads/Kiez-Rallye-Plakat_Blog.jpg" alt="Kiez-Rallye-Plakat_Blog" width="550" height="815" /></p>
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		<title>Der Wedding am Meer, Teil 2</title>
		<link>http://www.derwedding.de/2010/08/17/der-wedding-am-meer-teil-2/</link>
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		<pubDate>Tue, 17 Aug 2010 13:01:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>axel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Wissen]]></category>

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		<description><![CDATA[
Der Mini-Laden am!! Wedding ( geöffnet von 7.30Uhr &#8211; 9.00Uhr)
Text und Fotos: Axel Völcker

Herr Wedding war also Namensgeber dieses beschaulichen Stadtteils von Sassnitz auf Rügen, jedoch war sein Vorname nicht Rudolphus, so hieß nämlich jener Namensgeber des gleichnamigen Stadtteils in Berlin, sondern Wilhelm Karl Johann Wedding.
Wer war er und warum wurde ihm die Ehre zuteil, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-876" title="Mii-Laden" src="http://www.derwedding.de/wpde/wp-content/uploads/Mii-Laden.jpg" alt="Mii-Laden" width="500" height="610" /></p>
<p><em>Der Mini-Laden am!! Wedding ( geöffnet von 7.30Uhr &#8211; 9.00Uhr)</em></p>
<p><em>Text und Fotos: Axel Völcker<br />
</em></p>
<p>Herr Wedding war also Namensgeber dieses beschaulichen Stadtteils von Sassnitz auf Rügen, jedoch war sein Vorname nicht Rudolphus, so hieß nämlich jener Namensgeber des gleichnamigen Stadtteils in Berlin, sondern Wilhelm Karl Johann Wedding.</p>
<p>Wer war er und warum wurde ihm die Ehre zuteil, das ein ganzer Ortsteil nach ihm benannt wurde?<br />
Beim recherchieren findet man unterschiedliche Antworten. So rühmen sich manche Weddinger Ferienwohnungsbetreiber damit, dass <em>Kommerzienrat Wedding, engster Berater von Kaiser Wilhelm</em>! einst glücklich in ihrem Hause urlaubte.<br />
Andere befördern in gleich zum <em>&#8220;Consul Wedding, einem der engsten Berater von Kaiser Wilhelm, der diese herrliche Villa im Jahre 1876 als sein Sommerhaus errichten ließ</em>.&#8221; <em>&#8220;Am schönsten Platz von Sassnitz will ich bauen&#8221;</em> soll er gemäß einer Chronik gesagt haben.</p>
<p><span id="more-872"></span><br />
Wilhelm Karl Johann Wedding (1820 &#8211; 1908) war tatsächlich Ober-Ingenieur, Maschinenbauer u. Fabrikbesitzer, Mitglied des Reichspatentamtes und Kaiserlicher Geheim-Regierungsrat aus Berlin. Um 1872 entdeckte er Sassnitz für sich, erwarb dort ein Grundstück und baute sich einen Sommersitz.<br />
Dessen Sohn Hermann Wedding (1863 &#8211; 1946) war Regierungs- und Baurat, allerdings in Saarbrücken. Wegen seiner zu korrekten deutschen Haltung kam es jedoch nach dem ersten Weltkrieg zu dessen Ausweisung aus dem Saarland. Ab 1924 verlebte er seinen Ruhestand in Sassnitz auf Rügen.<br />
Die Weddings beförderten den Bau von Villen am nördlichen Ende des damaligen Dorfes Sassnitz und stifteten sogar einen Turnplatz. Den Weddings zu Ehren wurde eine Strasse, sowie ein Platz nach ihnen benannt, der Wedding-Turnplatz.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-874" title="wedding-platz" src="http://www.derwedding.de/wpde/wp-content/uploads/wedding-platz1.jpg" alt="wedding-platz" width="500" height="699" /></p>
<p><em>Einst ertüchtigte man sich hier mit Tennis. </em></p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-875" title="weddingplatz2" src="http://www.derwedding.de/wpde/wp-content/uploads/weddingplatz2.jpg" alt="weddingplatz2" width="500" height="375" /></p>
<p><em>Neben seiner Funktion als zweitrangiger Fußballplatz dient der Wedding-Turnplatz auch als Pony-Wiese</em></p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-879" title="hoffi" src="http://www.derwedding.de/wpde/wp-content/uploads/hoffi.jpg" alt="hoffi" width="500" height="619" /></p>
<p><em>Hoffmann´s Stübchen: Das einzige Restaurant im Wedding.</em></p>
<p>Es gibt aber auch Unterschiede zwischen den Bezirken: Am deutlichsten fällt sicherlich das weniger heterogene kulinarische Angebot im Wedding an der Ostsee auf, denkt man an die internationale Küche bei der Berliner Schwester. Auch sucht man vergeblich nach Spielkasinos oder, den im Wedding so beliebten Nagelstudios. Und das ist auch gut so.</p>
<p><em>Axel Völcker wohnt in Berlin-Wedding und ist Herausgeber des Magazins “Der Wedding”. Aufgewachsen ist er in Sassnitz auf Rügen.</em></p>
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		</item>
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		<title>Der Wedding am Meer</title>
		<link>http://www.derwedding.de/2010/08/06/der-wedding-am-meer/</link>
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		<pubDate>Fri, 06 Aug 2010 15:32:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>axel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Wissen]]></category>

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		<description><![CDATA[
Text und Fotos: Axel Völcker
&#8220;Arbeit&#8221; ist das Thema der aktuellen Magazinausgabe von »Der Wedding«. Danach war es Zeit für Urlaub, Urlaub vom Wedding. Mal raus aus der Stadt &#8211; ans Meer!
Rauf auf die Die B96, die durch den Berliner Bezirk Wedding raus aus der Stadt führt. Fährt man die Strasse nach Norden bis zu ihrem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-865" title="DSC_4767" src="http://www.derwedding.de/wpde/wp-content/uploads/DSC_4767.jpg" alt="DSC_4767" width="500" height="634" /></p>
<p><em>Text und Fotos: Axel Völcker</em></p>
<p><a title="Ausgabe 03" href="http://www.derwedding.de/ausgaben/" target="_blank">&#8220;Arbeit&#8221;</a> ist das Thema der aktuellen Magazinausgabe von »Der Wedding«. Danach war es Zeit für Urlaub, Urlaub vom Wedding. Mal raus aus der Stadt &#8211; ans Meer!</p>
<p>Rauf auf die Die B96, die durch den Berliner Bezirk Wedding raus aus der Stadt führt. Fährt man die Strasse nach Norden bis zu ihrem Ursprung, dorthin, wo es nicht weiter geht, erreicht man die Hafenstadt Sassnitz auf der Insel Rügen. Da ist Schluß mit Strasse. Dann kommt nur noch Wasser. Fährt man die anschliessende Hauptstrasse weiter, endet Sie im Wedding – nein nicht in Berlin-Wedding – in Sassnitz-Wedding. &#8230;</p>
<p><span id="more-864"></span><img class="alignnone size-full wp-image-866" title="DSC_4786" src="http://www.derwedding.de/wpde/wp-content/uploads/DSC_4786.jpg" alt="DSC_4786" width="500" height="689" /></p>
<p><em>Endstation Wedding</em></p>
<p>Da entflieht man dem Wedding und landet im Wedding – Wedding überall. Der Wedding hat den Plötzensee, der andere die Ostsee.<br />
Beide Stadtteile befinden sich im Norden, beide haben eine Weddingstrasse, sogar einen Weddingplatz. Doch dann hört es eigentlich auch schon auf mit den Gemeinsamkeiten.</p>
<p><img title="DSC_4774" src="http://www.derwedding.de/wpde/wp-content/uploads/DSC_4774.jpg" alt="DSC_4774" width="500" height="651" /></p>
<p><em>Wo die Kreidefelsen beginnen, hört die Weddingstrasse auf.</em></p>
<p>Woher der Berliner Weddinger seinen Namen hat, haben wir herausgefunden. Das kann man <a title="Der Name Wedding" href="http://www.derwedding.de/2009/12/14/udolph-uber-rudolph/" target="_blank">hier</a> nachlesen.<br />
Warum es in Sassnitz einen gleichnamigen Stadtteil gibt, erfahren Sie im nächsten Teil der Serie &#8220;Woanders im Wedding&#8221;.<br />
Soviel sei schon verraten: es kursieren verschiedene Legenden. Fest steht, dass der Stadtteil nach einem Herren benannt wurde, Herrn Wedding.</p>
<p><em>Axel Völcker wohnt in Berlin-Wedding und ist Herausgeber des Magazins &#8220;Der Wedding&#8221;. Aufgewachsen ist er in Sassnitz auf Rügen.</em></p>
]]></content:encoded>
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		<title>Balkonien im Wedding</title>
		<link>http://www.derwedding.de/2010/06/16/balkonien-im-wedding/</link>
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		<pubDate>Wed, 16 Jun 2010 18:57:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>axel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Wissen]]></category>

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		<description><![CDATA[ 
Text/Foto: Stefanie Heinrich Fotos: Inga Seidler 
Der innerstädtische Balkon an den Fassaden der Mietshäuser gehört erst seit dem Ende des 19. Jh. zum bürgerlichen Wohnstandard. Seither wird er ganz unterschiedlich genutzt und ausgestaltet wie z. B. die vielfältige Berliner Balkonkultur zeigt: als Abstellkammer, Ort der Entspannung, Raucherecke oder einfach nur als Ausguck. Beim näheren [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="aligncenter size-full wp-image-715" title="balkon_01-2quadrat_A" src="http://www.derwedding.de/wpde/wp-content/uploads/balkon_01-2quadrat_A2.jpg" alt="balkon_01-2quadrat_A" width="500" height="523" /> </p>
<p><em>Text/Foto: Stefanie Heinrich Fotos: Inga Seidler</em> </p>
<p><em>Der innerstädtische Balkon an den Fassaden der Mietshäuser gehört erst seit dem Ende des 19. Jh. zum bürgerlichen Wohnstandard. Seither wird er ganz unterschiedlich genutzt und ausgestaltet wie z. B. die vielfältige Berliner Balkonkultur zeigt: als Abstellkammer, Ort der Entspannung, Raucherecke oder einfach nur als Ausguck. Beim näheren Hinsehen lassen sich ganz verschiedene Balkontypen ausmachen, die sowohl in Rein- als auch in Mischformen auftreten können.</em>  <span id="more-695"></span></p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-753" title="schmuck" src="http://www.derwedding.de/wpde/wp-content/uploads/schmuck.JPG" alt="schmuck" width="500" height="375" /><br />
<em>Den <strong>Schmuckbalkon</strong> erkennt man an ausgewählten Dekorationselementen. Seltenheitswert haben Verzierungen, die das ganze Jahr über den Balkon verschönern. Die zyklisch auftretenden Schmuckbalkone zur Oster- und Weihnachtszeit dagegen dürften allseits bekannt sein. Wobei dieser Ausdruck feierlicher Stimmung mitunter in eine wahre Dekorationswut mündet.</em></p>
<p><img title="schirmevunten" src="http://www.derwedding.de/wpde/wp-content/uploads/schirmevunten1.JPG" alt="schirmevunten" width="503" height="337" /></p>
<p>Der <strong>Blumenbalkon</strong> zeichnet sich durch eine üppige Bepflanzung aus. Das Repertoire ist reichhaltig und variiert zwischen bunter Blütenpracht, Kletter- und Grünpflanzen. Typisch für den deutschen Blumenbalkon ist die Bepflanzung mit Geranien oder Petunien.</p>
<p><img title="francde8" src="http://www.derwedding.de/wpde/wp-content/uploads/francde81.JPG" alt="francde8" width="492" height="527" /></p>
<p>Doch gibt es auch Balkontypen deren ästhetisches Erscheinungsbild in den Hintergrund rückt. Das  Hauptaugenmerk des <strong>Philosophiebalkons</strong> liegt auf die Bekanntgabe von Lebensansichten. Sie identifizieren ihn anhand aufgehängter Banner, die mit Appellen wie z.B. „Spreeufer für alle“ oder „Kein Ort für Nazis“ bedruckt sind. Neben diesen politischen Einstellungen kann ein „Fickt euch einfach alle“-Transparent eine ganz andere Lebenshaltung abbilden.</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-754" title="katze" src="http://www.derwedding.de/wpde/wp-content/uploads/katze.JPG" alt="katze" width="494" height="423" /></p>
<p>Eine sehr häufige Art des <strong>Haustierbalkons</strong> lässt sich anhand eines den Balkon umschießenden Netzes ausmachen, welches das Absturz oder Flucht des Tieres verhindern soll. Es sind überwiegend Katzen, denen das gesicherte Freiluftgehege – gern auch mit einem Kratzbaum &#8211; zur Verfügung gestellt wird. Hier und da kann auch ein Vogelkäfig gesichtet werden.</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-738" title="fahnebusch" src="http://www.derwedding.de/wpde/wp-content/uploads/fahnebusch1.JPG" alt="fahnebusch" width="503" height="337" /> </p>
<p><em>Gerade dieser Tage &#8211; zur Zeit der Fußball WM – ist der <strong>Flaggenbalkon</strong> keine Seltenheit. Zahlreiche Nationalflaggen zieren vom Balkon aus die  Häuserfassaden. Doch auch außerhalb der WM hissen Fußballfans die Flagge ihres Teams, Nationalflaggen sind dann seltener auffindbar. Als Gegenprogramm bzw. unabhängig vom Sport begegnet man auch hin und wieder  der schwarz-roten Flagge der linken Bewegung.</em> </p>
<p><img title="blau" src="http://www.derwedding.de/wpde/wp-content/uploads/blau1.JPG" alt="blau" width="503" height="337" /> Die Häufigkeit  der genannten Gestaltungsmerkmale und die Aktivitäten auf dem Balkon  sind sehr stark von der Jahreszeit abhängig. Balkonien ist ein Land, das  hauptsächlich im Sommer bereist wird. Wie die Wohnraumgestaltung zeigt  auch der Balkon die persönlichen Präferenzen seiner Bewohner an und  stärkt so &#8211; als ausgelagerter Teil der Wohnung &#8211; die Identifizierung.  Seine Wandlungsfähigkeit und facettenreiche Erscheinungsform macht ihn  zu einem interessanten Forschungsobjekt.</p>
<p><em>Mehr zu den  Forschungen der Ethnologin Stefanie Heinrich über die Berliner  Balkonkultur hier: <a href="http://berlinerbalkonkultur.wordpress.com/category/aktuelles/" target="_blank">www.berlinerbalkonkultur.wordpress.com</a> </em></p>
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		<title>Automat mit Format</title>
		<link>http://www.derwedding.de/2010/05/27/automat-mit-format/</link>
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		<pubDate>Thu, 27 May 2010 21:03:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>axel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Wissen]]></category>

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		<description><![CDATA[
Text: Sarah Oßwald &#124; Fotos: Anna Meschiari
Sie sind rot oder gelb, immer eckig, mal mit einem, meistens aber mit zwei bis vier Sichtfenstern ausgestattet und hängen in der Nähe von Kiosken und Kneipen: Kaugummiautomaten. Seit die Holländer und Amerikaner die Automaten mit dem klebrigen Süß ins Nachkriegsdeutschland brachten, sind sich die Apparate erstaunlich treu geblieben [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-631" title="autom_kisten" src="http://www.derwedding.de/wpde/wp-content/uploads/autom_kisten1.jpg" alt="autom_kisten" width="500" height="330" /></p>
<p>Text: Sarah Oßwald | Fotos: Anna Meschiari</p>
<p>Sie sind rot oder gelb, immer eckig, mal mit einem, meistens aber mit zwei bis vier Sichtfenstern ausgestattet und hängen in der Nähe von Kiosken und Kneipen: Kaugummiautomaten. Seit die Holländer und Amerikaner die Automaten mit dem klebrigen Süß ins Nachkriegsdeutschland brachten, sind sich die Apparate erstaunlich treu geblieben – im Design, in der Technik und zum Teil auch im Inhalt.</p>
<p><span id="more-580"></span>Zwar sind die meisten Geräte mittlerweile mit Panzerglas und Gittern ausgestattet, doch benötigt ihre Technik noch immer keinen Strom. Der Inhalt ist heutzutage mitunter in Plastik eingepackt, auch gab es vor sechzig Jahren noch keine Schnuller mit Licht, „sticky perlmutt monsters&#8221; und Smarties. Aber zumindest in einem Fenster ist nach wie vor der Klassiker zu finden: die 15-Millimeter-Standardkugel in Rot, Gelb, Grün und Weiß. Allerdings versteckt sich der legendäre Kaugummi mit dem Drei-Sekunden-Geschmack teilweise unter moderneren Namen wie „leckere Fruchtkugel&#8221; oder „Galaxy assorted bubble gum balls artifically flavored&#8221;. Auch viele andere Gimmicks werden schon seit Jahren im Kaugummiautomat vertrieben: Mini-Taschenmesser, Schlüsselanhänger, Flummis, Würfel und nicht zuletzt Ringe. Die Chance, einen solchen Hauptgewinn auf Anhieb zu ergattern, ist heute wie damals völlig aussichtslos. Aber das macht ja auch die Faszination des Kaugummiautomaten aus.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-633" title="autom_arsch" src="http://www.derwedding.de/wpde/wp-content/uploads/autom_arsch1.jpg" alt="autom_arsch" width="500" height="330" /></p>
<p>Wie leicht könnte man die kastenförmigen Geräte übersehen, hat man sich doch so sehr an sie im Straßenbild gewöhnt. Und außerdem hängen sie nicht gerade auf Blickhöhe eines erwachsenen Menschen. Schaut man ganz genau hin, wird man feststellen, daß es um viele nicht mehr gut steht. Kaugummiautomaten werden eins mit der Hauswand: Die letzten Plünderungsanschläge sind nicht spurlos an ihnen vorbeigegangen, sie werden als Müllhalter und Urinierziel mißbraucht oder werden ganz einfach nicht mehr aufgefüllt. Viele Automaten hängen nur noch als Gerippe an den Hauswänden. Nicht zuletzt führt der Konkurs des Kiosks meistens auch zum Ende des Automaten. Trotzdem wäre es zu früh, von einem Aussterben zu sprechen. Einige Geräte werden nach einer gewissen Zeit von einem neuen Betreiber aufgekauft. Und außerdem existieren sie en masse. Genaues weiß man nicht, aber nach groben Schätzungen von Automatenaufstellern gibt es republikweit 280000 bis 800000 Stück. Geht man von der höheren Zahl aus, kommt etwa ein Kaugummiautomat auf hundert Bundesbürger bzw. einer auf 20 Kinder ­ der Hauptklientel der Kaugummispender. Auch spiegelt sich das soziale Gefüge in der Automatendichte wider. In Neukölln dürfte sie höher sein als in Zehlendorf.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-634" title="autom_cola" src="http://www.derwedding.de/wpde/wp-content/uploads/autom_cola1.jpg" alt="autom_cola" width="500" height="330" /></p>
<p>Insgesamt gibt es etwa 40000 Kaugummiautomaten in Berlin. Sie werden von vier Betreibern in mehr oder weniger regelmäßigen Abständen aufgefüllt. Einer von ihnen ist der „Automaten-Dirk&#8221;. Dirk Piepenhagen weiß, daß entweder Quantität oder Qualität zählt, um von Kaugummiautomaten leben zu können. Da die Hauswände in Berlin schon ziemlich mit Kaugummiautomaten tapeziert sind und er erst Ende der neunziger Jahre auf den Markt kam, hat er sich für letzteres entschieden. Piepenhagen betreibt etwa viertausend Automaten, was im Vergleich zu seinen Mitstreitern, die sich um bis zu 30000 Automaten kümmern, eher bescheiden ist. Allerdings besitzt er lediglich etwa 800 von den moderesistenten Wandautomaten mit den klebrigen Kugeln. Die restlichen Apparate sind den Witterungsverhältnissen nicht ausgesetzt: Die Kondomautomaten und Getränkeautomaten befinden sich in Gebäuden, die Kiddie Rides, die animierten Kugelautomaten mit Affe oder Papagei und die Standkaugummiautomaten stellt der dazugehörige Laden Tag für Tag erneut vor die Tür. So muß Automaten-Dirk sie im Gegensatz zu den Wandautomaten auch nicht an Silvester abmontieren und in Sicherheit bringen.</p>
<p>Die Euro-Umstellung war teuer, nervig wäre auch die diskutierte Kaugummisteuer. Fest steht aber, solange es noch „Groschenkönige&#8221; gibt, die die Automaten nachfüllen, wird es auch immer Kinder geben, die sie leeren.</p>
<p><strong> </strong></p>
<p><em><span style="color: #000000;">Sarah Oßwald ist Geographin mit dem Schwerpunktthema Zwischennutzungen und eine der Gründerinnen der <a href="http://www.tentstation.de/deutsch/index.php" target="_blank">Tentstation</a>. </span></em><em><span style="color: #000000;">Ihr Text  erschien in Scheinschlag 06/2005.</span></em></p>
<p><em><span style="color: #000000;">Die Bilder der Fotografin <a href="http://www.annameschiari.com/" target="_blank">Anna Meschiari</a> sind noch bis zum 3. Oktober in der Ausstellung &#8220;Automatenjagd quer durch Berlin&#8221; zu sehen.</span></em></p>
<p><em><span style="color: #000000;"><br />
<strong>Automatenjagd quer durch Berlin</strong><br />
Café Aroma Photogalerie<br />
Hochkirchstraße 8<br />
10829 Berlin<br />
<a href="http://www.cafe-aroma.de/" target="_blank">www.cafe-aroma.de</a></span></em></p>
<p><em><span style="color: #000000;"><a href="http://www.annameschiari.com/" target="_blank"><br />
</a></span></em></p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong> </strong></p>
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		<title>Restmodern &#8211; Nachkriegsarchitektur im Wedding</title>
		<link>http://www.derwedding.de/2010/04/07/restmodern-nachkriegsarchitektur-im-wedding/</link>
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		<pubDate>Wed, 07 Apr 2010 19:52:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>axel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Wissen]]></category>

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		<description><![CDATA[
Parkhaus für die Mitarbeiter von Schering, Müllerstraße
Text: Elke Stamm &#124;   Fotografie: Andreas Muhs
In den Berliner Szene-Bezirken hat sich ein Hang zum Style der Nach-kriegsmoderne etabliert. Hier findet man Cafés und Second-Hand-Läden mit Möbeln, Lampen und Accessoires aus den Fifties, Sixties und Seventies, die mit augenzwinkernder Schrulligkeit eine nostalgische Stimmung verbreiten. Wie aber sieht [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-379" title="restmodern001" src="http://www.derwedding.de/wpde/wp-content/uploads/restmodern001.jpg" alt="restmodern001" width="500" height="399" /></p>
<p><em>Parkhaus für die Mitarbeiter von Schering, Müllerstraße</em></p>
<p>Text: Elke Stamm |   Fotografie: Andreas Muhs</p>
<p>In den Berliner Szene-Bezirken hat sich ein Hang zum Style der Nach-kriegsmoderne etabliert. Hier findet man Cafés und Second-Hand-Läden mit Möbeln, Lampen und Accessoires aus den Fifties, Sixties und Seventies, die mit augenzwinkernder Schrulligkeit eine nostalgische Stimmung verbreiten. Wie aber sieht es mit der Architektur dieser Zeit aus? Ist die oft geschmähte Epoche auch hier wieder en vogue? Zumindest gibt es mehr und mehr Künstler, die auf die Qualitäten der Nachkriegsarchitektur hinweisen.</p>
<p><span id="more-378"></span></p>
<p><img class="alignleft size-medium wp-image-392" title="restmodern01" src="http://www.derwedding.de/wpde/wp-content/uploads/restmodern011-222x300.jpg" alt="restmodern01" width="222" height="300" /><img class="alignleft size-medium wp-image-393" title="restmodern02" src="http://www.derwedding.de/wpde/wp-content/uploads/restmodern021-226x300.jpg" alt="restmodern02" width="226" height="300" /></p>
<p><em>Oberstufenzentrum, Swinemünder Straße | Geschäft, Gerichtstraße</em></p>
<p>Der Architekturkritiker Oliver Elser und der Fotograf Andreas Muhs  haben es sich zur Aufgabe gemacht, ein Verzeichnis der  Nachkriegsarchitektur in Berlin anzulegen. Doch nicht die bekannten und  bereits vielfach publizierten »Ikonen« dieser Epoche finden den Weg in  ihr Archiv, sondern die ganz alltäglichen Gebäude, an denen man meist  achtlos vorübergeht, die »unscheinbaren Schönen« und die »hässlichen  Entlein« der Architektur.</p>
<p>Bei Regenwetter oder bewölktem Himmel fotografiert, werden diese dann  auch völlig ungeschönt gezeigt. Dies geschieht mit einem  dokumentarischen Ansatz, der in seiner schattenlosen Eindringlichkeit an  die Sichtweise der bekannten Fotografen Bernd und Hilla Becher  erinnert. Der Blick geht häufig ins Detail, zeigt Ausschnitte mit  kompositorischer Kraft, die dem flüchtigen Betrachter sicher oft  entgehen.</p>
<p>LICHT, LUFT UND SONNE</p>
<p>Ziel der Sammlung ist es, die Reste dieser durch Umbau oder Abriss bedrohten Zeit festzuhalten, bevor es zu spät ist – jedoch nicht in der Absicht, alles unter Denkmalschutz zu stellen. »Vieles sieht nur auf dem Foto gut aus, in der Realität gruselt es einen«, sagt Oliver Elser selbst. Vielmehr gehe es darum, den spezifischen Ausdruck der Zeit in seinem ganzen Reichtum an architektonischen Formen festzuhalten, und die Sicht auf die Bauten neu zu justieren: »Es ist das Typische der jeweiligen Epoche und gleichzeitig die heute oft schwer nachvollziehbare Eigenwilligkeit, mit der die Architekten damals dem allgemeinen Zeitgeschmack eine individuelle Signatur zu geben versuchten. Es kristallisieren sich Muster heraus, die zeittypisch, aber nicht unbedingt Berlin-spezifisch sind.«</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-399" title="restmodern03" src="http://www.derwedding.de/wpde/wp-content/uploads/restmodern033.jpg" alt="restmodern03" width="500" height="667" /></p>
<p><em>Wohnanlage, Graunstraße</em></p>
<p>Gerade die Architekten der Nachkriegszeit sind nach den Zerstörungen der Städte und der bestehenden Ordnung wieder mit großem Enthusiasmus ans Werk gegangen. Sie glaubten, mittels Architektur eine neue, bessere Welt zu schaffen, auch und vor allem sozial. Es war eine Zeit, in der Wohnraum knapp war, aber genügend Platz in den ausgebombten Städten vorhanden, um die ganz großen Utopien der Moderne zu realisieren. Die Bilder von »Metropolis« im Kopf und die Schrecken der Feuersbrünste noch vor Augen, die sich durch die dicht bebauten Häuserschluchten fressen konnten, wurden großzügige Planungen für eine autogerechte Stadt propagiert. Der Fortschrittsoptimismus war ungebrochen, das spätere Ausmaß der Motorisierung und deren Nachteile unvorstellbar. Die Ideale der Zwanzigerjahre, formuliert in der »Charta von Athen« – Licht, Luft, Sonne und bezahlbarer Wohnraum für alle und die Trennung von Wohnen und Arbeiten – mündeten letztlich in die Großsiedlungen des sozialen Wohnungsbaus mit einer weitreichenden Standardisierung der Bauprozesse.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-406" title="restmodern04" src="http://www.derwedding.de/wpde/wp-content/uploads/restmodern044.jpg" alt="restmodern04" width="500" height="670" /></p>
<p><em>Wohnkomplex an der Brunnenstraße</em></p>
<p>Die Architektur der Wirtschaftswunderjahre hebt sich bewusst von den monumentalen Bauten des Dritten Reiches ab und symbolisiert die wiedergewonnene Freiheit durch eine antihierarchische Formensprache. Auch der Fassadenschmuck, den wir heute liebevoll sanieren, galt damals als Symbol der Verlogenheit eines überkommenen Systems. Für das Abschlagen des Stucks wurden sogar Prämien gezahlt. Der eleganten Leichtigkeit der Fünfzigerjahre-Bauten mit den typischen Flugdächern und dynamisch geschwungenen Treppen im Inneren folgte die organische Architektur der Sechziger Jahre. Zugleich war vielfach der Einfluss des »Brutalismus« zu spüren, eines plastisch-körperhaften Architekturstils, der vom ruppigen Charme seiner Sichtbetonbauweise (Béton brut) geprägt ist. Dass die durch den Bau bedingten Unebenheiten und Abdrücke der Schalung dabei sichtbar gelassen wurden, ist als Ausdruck einer »konstruktiven Ehrlichkeit« zu verstehen.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-407" title="restmodern05" src="http://www.derwedding.de/wpde/wp-content/uploads/restmodern053.jpg" alt="restmodern05" width="500" height="669" /></p>
<p><em>Vitrine Kleingärtner e. V., Stralsunderstraße</em></p>
<p>IRONIE DER GESCHICHTE</p>
<p>In den Siebziger Jahren geriet die Zerstörung historischer Bauten durch die damals übliche »Kahlschlagsanierung«, zumindest im Westteil der Stadt, ins Kreuzfeuer der Kritik – auch aufgrund der veränderten wirtschaftlichen Bedingungen in Folge der Ölkrise. Das städtebauliche Leitbild wandelte sich unter dem Einfluss der Bürgerproteste und zunehmender Hausbesetzungen grundlegend. Statt Abriss und Neubau wurden nun Bürgerbeteiligung und der Erhalt der gründerzeitlichen Stadt propagiert. Es entstand der Leitsatz der »behutsamen Stadterneuerung« für die Internationale Bauausstellung IBA im Westteil Berlins.</p>
<p>Wenig später wurde die »kompakte Stadt« sogar zum politischen Leitbild für die Planungen des wiedervereinigten Berlins erhoben. In der Architektur nach den postmodern geprägten Achtziger Jahren ist wieder eine verstärkte Tendenz zur Weiterentwicklung moderner räumlicher Qualitäten zu verzeichnen. Es ist eine Ironie der Geschichte, dass jetzt die Nachkriegsbauten selbst auf der Abrissliste stehen und teilweise gar durch historisierende Fassadenarchitektur ersetzt werden – oft trotz massiver Proteste der Fachwelt. Hieran zeigt sich, wie stark die Wertschätzung des baulichen Erbes dem jeweiligen Zeitgeschmack und dem Wissen um planerische Zusammenhänge unterliegt.</p>
<p>Die Abbildungen zeigen einige Weddinger Bauten aus der Sammlung, die im Internet unter <a href="http://www.restmodern.de/" target="_blank">www.restmodern.de</a> zu sehen ist. Es ist eine Veröffentlichung als Fotobuch und Architekturführer geplant.</p>
<p><a href="http://www.muhs.de/" target="_blank">www.muhs.de</a></p>
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		<title>Immer an der Panke lang &#8211; Teil 2</title>
		<link>http://www.derwedding.de/2010/03/22/immer-an-der-panke-lang-teil-2/</link>
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		<pubDate>Mon, 22 Mar 2010 22:51:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>axel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Wissen]]></category>

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		<description><![CDATA[
Text: Falko Hennig  &#124;  Illustration: Axel Völcker
Teil 2: Krimi am Pankeufer
Die kleine Panke fließt vom Nordhafen bis zur Chausseestraße für Fußgänger unerreichbar dahin, eingekesselt zwischen Sportanlagen und einem gerade in Renovierung befindlichen Industriebau.
Erst hier haben wir eine etwas prosaische Uferpromenade, der Fluss führt unter einem auf Stelzen stehenden Sozialbau hindurch und markiert so den Übergang [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-323" title="Krimi-Panke" src="http://www.derwedding.de/wpde/wp-content/uploads/Krimi-Panke.jpg" alt="Krimi-Panke" width="500" height="350" /></p>
<p>Text: Falko Hennig  |  Illustration: Axel Völcker</p>
<p>Teil 2: Krimi am Pankeufer</p>
<p>Die kleine Panke fließt vom Nordhafen bis zur Chausseestraße für Fußgänger unerreichbar dahin, eingekesselt zwischen Sportanlagen und einem gerade in Renovierung befindlichen Industriebau.</p>
<p>Erst hier haben wir eine etwas prosaische Uferpromenade, der Fluss führt unter einem auf Stelzen stehenden Sozialbau hindurch und markiert so den Übergang von Mitte nach Wedding.</p>
<p><span id="more-322"></span></p>
<p>Fast 30 Kilometer lang ist die Panke und entspringt bei Bernau. Früher war sie sogar ein richtiger Fluss, der gelegentlich Hochwasser führte. Wie ein Zeugnis dieser Vergangenheit erscheint uns das Wehr an der Schulzendorfer Straße. Mit Stacheldraht ist der vollautomatische Betrieb abgesichert, Schilder warnen vor der Lebensgefahr, in die man gerät, wenn man die Anlage betritt.</p>
<p>Wir folgen dem Ufer, als plötzlich unser Interesse von einer Konstellation geweckt wird, wie wir sie aus Kriminalfilmen kennen:</p>
<p>Ein junger Mann zeigt zwei Polizisten etwas im Flüsschen, sofort sind unsere journalistischen Instinkte geweckt: Leichenteile oder ein Goldschatz der Nazis? Wir liegen gar nicht so weit daneben, fünf Plastikboxen hält der Bürger für Geldkassetten, die vom jüngsten Banküberfall am Gesundbrunnen stammen könnten. Dabei haben die Räuber zwei Mitarbeitern der Wachschutzfirma in die Arme und einen gar in den Kopf geschossen und ihr Fluchtauto sogar im Hinterhof des aufmerksamen Zeugen in Brand gesteckt.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-327" title="Panke_Teil2_Bild1" src="http://www.derwedding.de/wpde/wp-content/uploads/Panke_Teil2_Bild1.jpg" alt="Panke_Teil2_Bild1" width="500" height="373" /></p>
<p>Die Wasser der Panke durchqueren die Abgründe der Großstadt. Die Polizisten sind nicht so glücklich, gleich hätten sie Feierabend gehabt, nun müssen sie auf Technisches Hilfswerk und Spurensicherung warten. Über das Verbrechen wissen sie keine weiteren Details, Fernsehen könne man ja nicht mehr sehen, andauernd erscheinen die Gesichter von Merkel und Schröder. Nur dass die Wachmänner noch schlechter verdienen als sie selber und dafür ihr Leben riskieren, das gefällt ihnen nicht.</p>
<p>So spannend es wäre, hier jetzt den weiteren sensationellen kriminalistischen Ereignissen zu folgen, müssen wir doch weiter.</p>
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		<title>Immer an der Panke lang &#8211; Teil 1</title>
		<link>http://www.derwedding.de/2010/03/03/immer-an-der-panke-lang-teil-1/</link>
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		<pubDate>Wed, 03 Mar 2010 11:27:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>axel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Wissen]]></category>

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		<description><![CDATA[
Text: Falko Hennig  &#124;  Illustration: Axel Völcker
 
Teil 1: Auf dem Invalidenfriedhof
Eine kleine Stadtwanderung soll uns die Panke entlang flussaufwärts führen, was die erste Frage aufwirft: Wo mündet die Panke in die Spree?

Tatsächlich gibt gleich zwei Mündungen, erstens die historische, heute kaum noch sichtbare am Bahnhof Friedrichstraße. Dort am Berliner Ensemble, genauer gesagt am Schiffbauerdamm 2 [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-268" title="panke-collage3" src="http://www.derwedding.de/wpde/wp-content/uploads/panke-collage3.jpg" alt="panke-collage3" width="500" height="630" /></p>
<p>Text: Falko Hennig  |  Illustration: Axel Völcker</p>
<p> </p>
<p>Teil 1: Auf dem Invalidenfriedhof</p>
<p>Eine kleine Stadtwanderung soll uns die Panke entlang flussaufwärts führen, was die erste Frage aufwirft: Wo mündet die Panke in die Spree?</p>
<p><span id="more-267"></span></p>
<p>Tatsächlich gibt gleich zwei Mündungen, erstens die historische, heute kaum noch sichtbare am Bahnhof Friedrichstraße. Dort am Berliner Ensemble, genauer gesagt am Schiffbauerdamm 2 fließt die Panke durch eine Öffnung der Ufermauer in die Spree. Meine Cousine, die im Hinterhof der angrenzenden Albrechtstraße aufwuchs, kann sich noch an das Flüsschen erinnern, an dem sie als Kind spielte, bevor es in eine Betonröhre in den Untergrund verbannt wurde.</p>
<p>Aber dann gibt es noch, zweitens, die offizielle Mündung in den Nordhafen des Spandauer Schifffahrtskanals. Wir folgen der Albrecht- und der Luisenstraße, von der armen Panke, die unter uns fast vertrocknet ihren historischen Verlauf entlangrinnt, ist nichts zu ahnen.</p>
<p>Auch in der Scharnhorststraße nicht, aber wir wissen: Unter dem Pflaster liegt der Pankestrand, aber nicht nur der. Denn in der Erde des Invalidenfriedhofes, den wir überqueren, war der „Rote Baron“ Manfred von Richthoven begraben, die Kommunisten bauten eine Betonstraße als Teil des Todesstreifens der Berliner Mauer über seine Unruhestätte bis ihn die gekränkte Familie 1975 nach Wiesbaden umbetten ließ.</p>
<p>Frische Blumen und ein Schleife erinnern an Fritz Todt, der seine Grabstätte als Schöpfer der „Straßen des Führers“ in recht eigenartiger Nähe zur Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen gefunden hat, die um die Ecke in der Boyenstraße sitzt. Sein Grab wurde eingeebnet, die Erinnerung lebt zumindest in der Familie weiter.</p>
<p>Wir verlassen den preußischen Kirchhof und am Ende der Scharnhorststraße finden wir die offizielle Mündung der Panke. Ein Angler hält hoffnungsvoll seine Rute über die an dieser Stelle recht trübe Brühe. Die Panke mündet in einen großen gemauerten Trog, bevor ihr Wasser sich in den Nordhafen des Spandauer Schifffahrtskanals ergießt.</p>
<p> &#8230; Fortsetzung folgt.</p>
<p> </p>
<p><em>Falko Hennig ist Schriftsteller, Bühnenkünstler und Literaturorganisator und Mitinitiator des legendären „Radio Hochsee“, zu sehen am 9. März 2010, 20.30 Uhr im Kaffee Burger: Radio Hochsee Themenabend Pierre Bourdieu mit den Gast-Expertinnen Anna Schneider &amp; Dr. Irene Zierke (Uni Potsdam).</em></p>
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		</item>
		<item>
		<title>YumYum – Suppe knuspern</title>
		<link>http://www.derwedding.de/2010/02/20/yumyum-%e2%80%93-suppe-knuspern/</link>
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		<pubDate>Sat, 20 Feb 2010 22:26:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>axel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Wissen]]></category>

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		<description><![CDATA[Schwer angesagt beim Weddingnachwuchs ist dieser Snacktrend: Orientalische Instant Nudeln!]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p align="left">
<p align="left"><img class="alignnone size-full wp-image-243" title="yum-yum-klein" src="http://www.derwedding.de/wpde/wp-content/uploads/yum-yum-klein.jpg" alt="yum-yum-klein" width="500" height="431" /></p>
<p align="left">Schwer angesagt beim Weddingnachwuchs ist dieser Snacktrend: Orientalische Instant Nudeln! Zu kaufen gibt es die farbenfrohen Packungen für 45 Eurocent in fast jedem Eckgeschäft. Aber Achtung! – Die harte Nudelmasse auf keinen Fall mit Wasser oder Feuchtigkeit in Verbindung bringen.</p>
<p align="left">Die Packung – sie liegt griffig in der Hand &#8211; kann unterwegs problemlos unter den Arm geklemmt werden. Nun die ungekochten Nudeln auf der Handfläche zerkrümmeln, dann vorsichtig die Tüte mit der Instantgewürzmischung aufreißen und über die zerkleinerten Knuspernudeln streuen. Schon genießt man Knabberspaß, der den traditionellen Kartoffelchips geschmacklich keineswegs nachsteht.</p>
<p align="left">Text: Andreas Hartung</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Udolph über Rudolph</title>
		<link>http://www.derwedding.de/2009/12/14/udolph-uber-rudolph/</link>
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		<pubDate>Mon, 14 Dec 2009 15:24:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>axel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Wissen]]></category>
		<category><![CDATA[Ausgabe 01]]></category>
		<category><![CDATA[Magazin]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.derwedding.de/wpde/?p=15</guid>
		<description><![CDATA[Aus einem Email-Wechsel des Autors Frank Sorge mit dem Namensforscher Prof. Udolph über die Herkunft des Ortsnamens Wedding.


Lieber Prof. Udolph,
vielleicht erinnern Sie sich noch, vor drei Jahren haben Sie beim Ego-Googlen einen kleinen Text gefunden, in dem ich über die Bedeutung des Ortsnamens „Wedding“ spekulierte. Sie bestätigten eine der wüsten Annahmen und halfen mir mit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: left;"><span style="text-decoration: underline;"><span>Aus einem Email-Wechsel des Autors Frank Sorge mit dem Namensforscher Prof. Udolph über die Herkunft des Ortsnamens Wedding.</span></span></p>
<p style="text-align: left;"><em><br />
</em></p>
<p style="text-align: left;">Lieber Prof. Udolph,</p>
<p style="text-align: justify;">vielleicht erinnern Sie sich noch, vor drei Jahren haben Sie beim Ego-Googlen einen kleinen Text gefunden, in dem ich über die Bedeutung des Ortsnamens „Wedding“ spekulierte. Sie bestätigten eine der wüsten Annahmen und halfen mir mit weiteren Hinweisen. Hier die neueste Fassung, stimmt alles soweit?</p>
<p style="text-align: left;">Ihr Frank Sorge</p>
<p style="text-align: left;">&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;-</p>
<p style="text-align: left;">
<p style="text-align: left;">Der Wedding</p>
<p style="text-align: justify;">Der Wedding beginnt vor achthundert Jahren mit einem Gut an der Panke, das ein Adliger aus der Umgebung Magdeburgs errichtete und das nach ihm benannt wurde: Rudolphus de Weddinge. Der erste Weddinger also, dessen Wappen auch das Wappen des Bezirks Wedding war, der geflügelte Pfeil auf rotem Grund. Der Bezirk existierte noch bis zur letzten Sekunde des vergangenen Jahrtausends und ist jetzt Ortsteil, Rudolphus Familie lebte wohl im Bördekreis, wo es die namensverwandten Orte Altenweddingen, Immen-, Langen-, Oster- und Westerweddingen gibt, allesamt dicht beisammen in der heutigen Gemeinde Sülzetal.   Erstmalig urkundlich erwähnt wurde das „Dorf, das Weddinge hieß“ im Jahr 1251, als Spandauer Nonnen eine Mühle an der Panke kauften.</p>
<p style="text-align: left;"><span id="more-15"></span></p>
<p style="text-align: justify;">Das kleine Dorf war offenbar längst wieder eingegangen, die funktionstüchtige Mühle wurde jetzt verschachert und schon dreißig Jahre später übertrug Markgraf Otto den Hof komplett der Stadt Berlin, die das „Lehensgut und den mit dem Hofe auf dem Weddinge verbundenen Lehnstitel auf ewige Zeit“ eigentlich gar nicht haben wollte. Daher wucherte die Gegend im wesentlichen erstmal wieder zu und wurde trotz ewig geschworener Treue nach ein paar Jahrhunderten verkauft.  Es gibt nur sehr wenige Ortsnamen mit Artikel (z.B. „die Bronx“), beim Wedding wahrscheinlich nur, weil immer von der ersten Urkundenerwähnung abgeschrieben wurde, wo es noch um „den“ Hof Wedding ging, was aus dem Lateinischen mit Artikel übersetzt wurde. Seitdem ist von „dem“ Wedding die Rede, aber was bedeutet der Familienname, den Rudolphus eingeschleppt hat? Gibt es womöglich doch einen Zusammenhang zwischen dem englischen Wort für Hochzeit und dem Wedding? Aus dem germanischen Wort „wadjonanan“, das „bestätigen“ oder „sicher sein“ bedeutet, ist das englische „wedding“ geworden &#8211; im Deutschen aber interessanterweise die „Wette“. Sollte die Wortgeschichte generell unsere Skepsis zur Zweisamkeit erhöhen? War Rudolphus vielleicht spielsüchtig, oder die ganze Familie? Oder erwarben sich die Ur-Weddinger Ländereien üblicherweise über das Heiraten?</p>
<p style="text-align: justify;">Oder gilt der Name im Ursprung doch einem biologischen Merkmal und hätte „Rudolphus die Wade“ beste Chancen, nachträglich zum historischen Hertha BSC Maskottchen erhoben zu werden? Ich möchte hier keinen Fan verwirren, aber „die“ Hertha feierte ihre größten Erfolge als Weddinger Fußballverein am Gesundbrunnen. Womöglich hat aber auch das althochdeutsche Wort „wadal“ Pate gestanden, das „arm“ und „bettelnd“ bedeutete. Aber wäre es wirklich schön, wenn schon der erste Weddinger „Rudolf der Bettler“ genannt werden muß?</p>
<p style="text-align: justify;">Eine andere Möglichkeit bietet das germanische „waðila“, von dem auch „Watt“ und „waten“ abstammen, bzw. das lateinische „vadum“, das „Furt“ heißt. Ist es also der Name einer aufstrebenden Familie, die an einem Fluß gebaut und gelebt hat, vielleicht ähnlich der Panke und an einer seichten Stelle zum Hinübergehen?    Meinen ersten Erklärungsversuche fand der Namensforscher Prof. Udolph im Internet und schickte mir neben weiteren Hinweisen das Ergebnis einer Ortsnamenübung an seinem Institut in Leipzig zu: „Wenn wir nun zu den Weddingen-Namen zurückkehren, so ist es am einfachsten, eine Verbindung zu Wedel, vadhil, hdt. waten (&lt; germ. *wada) und Watt zu suchen, auf eine Grundform *Wadingi zu schließen und darin eine Bedeutung „Siedlung am Wasser“ zu sehen.“ Und damit, denke ich, ist das Rennen um die Bedeutung unseres Orts- und Magazinnamens entschieden.<br />
&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8211;<br />
Hallo, Herr Sorge,</p>
<p style="text-align: justify;">Der Artikel ist soweit in Ordnung, man müßte nur deutlicher herausarbeiten, daß es sich um die Übertragung eines Ortsnamens aus dem Magdeburger Raum nach Berlin handelt. Das hat zu tun mit der deutschen Ostsiedlung.<br />
Die Deutung des Namens Wedding kann also nur von Weddingen aus erfolgen, und das ist ein schwieriges Ding. Aber es geht ungefähr in die Richtung, die Sie umrissen haben.</p>
<p style="text-align: left;">Freundliche Grüße<br />
J. Udolph</p>
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<p style="text-align: left;"><em>Erschienen in: DER WEDDING &#8211; Ausgabe 01</em></p>
<div id="magicdomid2074"><span><strong>Jürgen Udolph</strong></span><span> ist Sprachwissenschaftler und der einzige Professor für Namensforschung in Deutschland. Seit vielen Jahren erklärt er wochentags um 12 Uhr in der schönen Reihe „Numen, Nomen, Namen“ bei Radioeins die Nachnamen der Hörer.</span></div>
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