Archiv für die Kategorie „Wissen“

Rap und Religion

Mittwoch, 8. Dezember 2010

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Die Pak-Mohammed Moschee war früher einmal eine Lagerhalle für Gemüse.

Mit den Brüdern Etizaz und Habib durch den Wedding

VON DOROTHÉE QUARZ

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Wird in Berlin über sogenannte soziale Brennpunkte geredet, werden meist die Bezirke Wedding und Neukölln als Negativbeispiele  angeführt. Vor allem Jugendliche gelten als problematisch – auch weil vielen Menschen die Lebenswelt der jungen Erwachsenen fremd ist. Der Verein „Kultur bewegt e.V.“ will dem schlechten Ruf von Kiez und Bewohnern etwas entgegensetzen und hat mit Route 65 ungewöhnliche Stadtteilführungen konzipiert: Jugendliche aus Neukölln und Wedding wie die Brüder Etizaz (18) und Habib (16) Wain zeigen interessierten Besuchern ihren Kiez und erzählen aus ihrem Alltag. „Rap und Religion“ heißt ihre Stadtteilführung durch den Wedding.

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Der Wedding am Meer, Teil 2

Dienstag, 17. August 2010

Mii-Laden

Der Mini-Laden am!! Wedding ( geöffnet von 7.30Uhr – 9.00Uhr)

Text und Fotos: Axel Völcker

Herr Wedding war also Namensgeber dieses beschaulichen Stadtteils von Sassnitz auf Rügen, jedoch war sein Vorname nicht Rudolphus, so hieß nämlich jener Namensgeber des gleichnamigen Stadtteils in Berlin, sondern Wilhelm Karl Johann Wedding.

Wer war er und warum wurde ihm die Ehre zuteil, das ein ganzer Ortsteil nach ihm benannt wurde?
Beim recherchieren findet man unterschiedliche Antworten. So rühmen sich manche Weddinger Ferienwohnungsbetreiber damit, dass Kommerzienrat Wedding, engster Berater von Kaiser Wilhelm! einst glücklich in ihrem Hause urlaubte.
Andere befördern in gleich zum “Consul Wedding, einem der engsten Berater von Kaiser Wilhelm, der diese herrliche Villa im Jahre 1876 als sein Sommerhaus errichten ließ.” “Am schönsten Platz von Sassnitz will ich bauen” soll er gemäß einer Chronik gesagt haben.

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Der Wedding am Meer

Freitag, 6. August 2010

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Text und Fotos: Axel Völcker

“Arbeit” ist das Thema der aktuellen Magazinausgabe von »Der Wedding«. Danach war es Zeit für Urlaub, Urlaub vom Wedding. Mal raus aus der Stadt – ans Meer!

Rauf auf die Die B96, die durch den Berliner Bezirk Wedding raus aus der Stadt führt. Fährt man die Strasse nach Norden bis zu ihrem Ursprung, dorthin, wo es nicht weiter geht, erreicht man die Hafenstadt Sassnitz auf der Insel Rügen. Da ist Schluß mit Strasse. Dann kommt nur noch Wasser. Fährt man die anschliessende Hauptstrasse weiter, endet Sie im Wedding – nein nicht in Berlin-Wedding – in Sassnitz-Wedding. …

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Balkonien im Wedding

Mittwoch, 16. Juni 2010

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Text/Foto: Stefanie Heinrich Fotos: Inga Seidler

Der innerstädtische Balkon an den Fassaden der Mietshäuser gehört erst seit dem Ende des 19. Jh. zum bürgerlichen Wohnstandard. Seither wird er ganz unterschiedlich genutzt und ausgestaltet wie z. B. die vielfältige Berliner Balkonkultur zeigt: als Abstellkammer, Ort der Entspannung, Raucherecke oder einfach nur als Ausguck. Beim näheren Hinsehen lassen sich ganz verschiedene Balkontypen ausmachen, die sowohl in Rein- als auch in Mischformen auftreten können. (mehr…)

Automat mit Format

Donnerstag, 27. Mai 2010

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Text: Sarah Oßwald | Fotos: Anna Meschiari

Sie sind rot oder gelb, immer eckig, mal mit einem, meistens aber mit zwei bis vier Sichtfenstern ausgestattet und hängen in der Nähe von Kiosken und Kneipen: Kaugummiautomaten. Seit die Holländer und Amerikaner die Automaten mit dem klebrigen Süß ins Nachkriegsdeutschland brachten, sind sich die Apparate erstaunlich treu geblieben – im Design, in der Technik und zum Teil auch im Inhalt.

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Restmodern – Nachkriegsarchitektur im Wedding

Mittwoch, 7. April 2010

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Parkhaus für die Mitarbeiter von Schering, Müllerstraße

Text: Elke Stamm | Fotografie: Andreas Muhs

In den Berliner Szene-Bezirken hat sich ein Hang zum Style der Nach-kriegsmoderne etabliert. Hier findet man Cafés und Second-Hand-Läden mit Möbeln, Lampen und Accessoires aus den Fifties, Sixties und Seventies, die mit augenzwinkernder Schrulligkeit eine nostalgische Stimmung verbreiten. Wie aber sieht es mit der Architektur dieser Zeit aus? Ist die oft geschmähte Epoche auch hier wieder en vogue? Zumindest gibt es mehr und mehr Künstler, die auf die Qualitäten der Nachkriegsarchitektur hinweisen.

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Immer an der Panke lang – Teil 2

Montag, 22. März 2010

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Text: Falko Hennig  |  Illustration: Axel Völcker

Teil 2: Krimi am Pankeufer

Die kleine Panke fließt vom Nordhafen bis zur Chausseestraße für Fußgänger unerreichbar dahin, eingekesselt zwischen Sportanlagen und einem gerade in Renovierung befindlichen Industriebau.

Erst hier haben wir eine etwas prosaische Uferpromenade, der Fluss führt unter einem auf Stelzen stehenden Sozialbau hindurch und markiert so den Übergang von Mitte nach Wedding.

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Immer an der Panke lang – Teil 1

Mittwoch, 3. März 2010

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Text: Falko Hennig  |  Illustration: Axel Völcker

 

Teil 1: Auf dem Invalidenfriedhof

Eine kleine Stadtwanderung soll uns die Panke entlang flussaufwärts führen, was die erste Frage aufwirft: Wo mündet die Panke in die Spree?

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YumYum – Suppe knuspern

Samstag, 20. Februar 2010

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Schwer angesagt beim Weddingnachwuchs ist dieser Snacktrend: Orientalische Instant Nudeln! Zu kaufen gibt es die farbenfrohen Packungen für 45 Eurocent in fast jedem Eckgeschäft. Aber Achtung! – Die harte Nudelmasse auf keinen Fall mit Wasser oder Feuchtigkeit in Verbindung bringen.

Die Packung – sie liegt griffig in der Hand – kann unterwegs problemlos unter den Arm geklemmt werden. Nun die ungekochten Nudeln auf der Handfläche zerkrümmeln, dann vorsichtig die Tüte mit der Instantgewürzmischung aufreißen und über die zerkleinerten Knuspernudeln streuen. Schon genießt man Knabberspaß, der den traditionellen Kartoffelchips geschmacklich keineswegs nachsteht.

Text: Andreas Hartung

Udolph über Rudolph

Montag, 14. Dezember 2009

Aus einem Email-Wechsel des Autors Frank Sorge mit dem Namensforscher Prof. Udolph über die Herkunft des Ortsnamens Wedding.


Lieber Prof. Udolph,

vielleicht erinnern Sie sich noch, vor drei Jahren haben Sie beim Ego-Googlen einen kleinen Text gefunden, in dem ich über die Bedeutung des Ortsnamens „Wedding“ spekulierte. Sie bestätigten eine der wüsten Annahmen und halfen mir mit weiteren Hinweisen. Hier die neueste Fassung, stimmt alles soweit?

Ihr Frank Sorge

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Der Wedding

Der Wedding beginnt vor achthundert Jahren mit einem Gut an der Panke, das ein Adliger aus der Umgebung Magdeburgs errichtete und das nach ihm benannt wurde: Rudolphus de Weddinge. Der erste Weddinger also, dessen Wappen auch das Wappen des Bezirks Wedding war, der geflügelte Pfeil auf rotem Grund. Der Bezirk existierte noch bis zur letzten Sekunde des vergangenen Jahrtausends und ist jetzt Ortsteil, Rudolphus Familie lebte wohl im Bördekreis, wo es die namensverwandten Orte Altenweddingen, Immen-, Langen-, Oster- und Westerweddingen gibt, allesamt dicht beisammen in der heutigen Gemeinde Sülzetal. 

Erstmalig urkundlich erwähnt wurde das „Dorf, das Weddinge hieß“ im Jahr 1251, als Spandauer Nonnen eine Mühle an der Panke kauften.

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