Archiv für die Kategorie „Läden“

Der Madenautomat

Donnerstag, 22. September 2016

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Madenautomat im Angelshop Koss in der Tegelerstraße 25

Text: Heiko Werning  | Foto: Axel Völcker

Mit Berlinbesuchern ist das ja so eine Sache. Was soll man denen nur immer zeigen? Reichstag und Kuppel und so, alles schön und gut. Aber letztlich wollen sie dann ja doch immer „mal was Besonderes“ erleben. Zum Glück wohne ich im Wedding. Da ist das ganz einfach. Meine Besucher jedenfalls wollen alle immer nur das Eine sehen: den Madenautomaten in der Tegeler Straße.

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Gemischtwarenhandel in Berlin-Wedding

Montag, 14. November 2011

Unsere siebenteilige Bildserie zeigt die findigsten Geschäftsideen im Kiez.

Teil 5: Kamine & Wein

Kamine-Laden2010

KAMINE & WEIN, Prinzenallee 58, 13359 Berlin, www.kamineundwein.de

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Die Schirmherrin der Müllerstraße

Donnerstag, 18. März 2010

Regenschirmladen

Das Schirmfachgeschäft in der Müllerstraße 119

Text: Julia Boeck | Foto: Axel Völcker

Seit mehr als fünfzig Jahren schon trotzt das kleine Schirmfachgeschäft der stetigen Fluktuation an der Müllerstraße. Und noch immer besuchen stilbewußte Schirmträger aus der ganzen Stadt das einzigartige Geschäft, um hier seltene Modelle zu erstehen oder ihre Lieblingsstücke reparieren zu lassen.

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Typographie im Wedding

Sonntag, 14. Februar 2010

Teil 1: Thema Redesign” von Axel Völcker

Typografie im Wedding ? – Das sind geschwungene Buchstaben aus Leuchstoffröhren auf den Reklametafeln der Sechziger Jahre, „Neueröffnungs“-Banner über Dönerbuden, die bunten Werbeschilder der letzten großen Nagelstudiowelle oder die omnipräsenten Logos der vielen Billigdiscounter und 1-Euro Shops. In Berlin-Wedding gibt es keine aufwendig designten Flagship-Stores, dafür einen bunten Schilderwald, in dem noch nicht jede Eckkneipe zur minimalistischen Lounge getrimmt wurde. Schaut man genau hin, so entdeckt der aufmerksame Flaneur einen Schatz an typografischen Reliquien aus einer Zeit, in der die Müllerstraße noch der Ku’damm des Nordens war.

Redesign

»Redesign« bedeutet die Neugestaltung von gebrauchsgraphischen Gebilden jeder Art, seien es beispielsweise Zeitungen, Logos oder Reklametafeln.

* Bei einigen der abgebildeten Geschäfte wurde nicht nur die Beschilderung ausgetauscht.

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Kneipe Nauener Eck, Nauener Platz, heute „Fahrschule Aktiv“

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Standortwahl

Freitag, 29. Januar 2010

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Text: Robert Rescue  |  Illustration: Andreas Hartung

Wer im Wedding wirtschaftlich Fuß fassen will, nennt sein Geschäft „Billig“ oder „Preiswert“ oder als Discounter „Aldi“ oder auch „Penny“, wobei „Penny“ deutlicher klingt als „Aldi“. Am besten gehen jedoch „Pfennigland“, „Fundgrube“, „Restposten“ und „Lagerverkauf“, am besten per Außenmikrophon ausgerufen, damit es jeder hört und angelaufen kommt:

„Hier, meine werten Damen und Herren, bieten wir ihnen erlesene Produkte zu sensationell günstigen Preisen. Kaufen sie hier ein, dann wird ihnen geholfen. Hier kostet alles nur 50 Cent, selbst die Artikel, die nicht so aussehen, als würden sie 50 Cent kosten, kosten 50 Cent. Darauf gebe ich Ihnen mein letztes Hemd, das ich gerade trage.“

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Weddinger Kneipen

Sonntag, 3. Januar 2010

Viele traditionelle Berliner Kneipen sind bedroht. Steigende Mieten und neue Bewohner, die sich nicht hineintrauen oder keinen Wert auf sie legen, verändern den Kiez. Eine Bestandsaufnahme und ein Spaziergang durch Weddinger Kneipen mit Textfundstücken und Beobachtungen vor Ort von Frank Sorge und Fotografien von Axel Völcker.

Euler-Eck

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Ich wollt ich wär ein Elefant, wie wollte ich jubeln laut, es wär mir nicht ums Elfenbein, nur um die dicke Haut.

13 Uhr – Messer im Bauch, Engelhardt. Traurig, wie Sachen verschwinden. 25 Stunden am Tag trauern. Schrei meinen Hund nicht an! Karo, Skat, Wowereit. Du bellst jeden Tag hier. Ick hab noch andere Termiten! Ein Gast hat ein Fax von Frank Henkel (MdA) bekommen: geschlossene Heime für Jugendliche mit Migrationshintergrund. 
Sicherheit, Präsenz, Rauschgifthandel. Die fahren ja och hundertzwanzig inner Dreißiger-Zone. Wer Liebe sucht, der muss auch Liebe geben. Kanaken treten die Tür ein!!

Saal: Bezirksliga. S. V. Norden-Nordwest (18)98 Berlin/Saison 94/95. Sponsored by Fa. Karthago Immobilien. Sparverein »Letzte Hoffnung« Obere Reihe von links: Unversucht, Saricam.
Untere Reihe von links: Opolka, Yasin.

Ick hör nur zu: Schon vorm Krieg Kneipe. Welchem? Kollegin hat 33 Jahre geschafft. Haste watt jewonnen? Ne Flugente! Wenn se ufftaut, fang ick se und gleich ab innen Topf! Die schwarze Kunst, trinke ihn mäßig, aber regelmäßig.

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