Viele traditionelle Berliner Kneipen sind bedroht. Steigende Mieten und neue Bewohner, die sich nicht hineintrauen oder keinen Wert auf sie legen, verändern den Kiez. Eine Bestandsaufnahme und ein Spaziergang durch Weddinger Kneipen mit Textfundstücken und Beobachtungen vor Ort von Frank Sorge und Fotografien von Axel Völcker.
Euler-Eck

Ich wollt ich wär ein Elefant, wie wollte ich jubeln laut, es wär mir nicht ums Elfenbein, nur um die dicke Haut.
13 Uhr – Messer im Bauch, Engelhardt. Traurig, wie Sachen verschwinden. 25 Stunden am Tag trauern. Schrei meinen Hund nicht an! Karo, Skat, Wowereit. Du bellst jeden Tag hier. Ick hab noch andere Termiten! Ein Gast hat ein Fax von Frank Henkel (MdA) bekommen: geschlossene Heime für Jugendliche mit Migrationshintergrund.
Sicherheit, Präsenz, Rauschgifthandel. Die fahren ja och hundertzwanzig inner Dreißiger-Zone. Wer Liebe sucht, der muss auch Liebe geben. Kanaken treten die Tür ein!!
Saal: Bezirksliga. S. V. Norden-Nordwest (18)98 Berlin/Saison 94/95. Sponsored by Fa. Karthago Immobilien. Sparverein »Letzte Hoffnung« Obere Reihe von links: Unversucht, Saricam.
Untere Reihe von links: Opolka, Yasin.
Ick hör nur zu: Schon vorm Krieg Kneipe. Welchem? Kollegin hat 33 Jahre geschafft. Haste watt jewonnen? Ne Flugente! Wenn se ufftaut, fang ick se und gleich ab innen Topf! Die schwarze Kunst, trinke ihn mäßig, aber regelmäßig.
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