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	<title>Der Wedding &#187; Alltag</title>
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	<description>Das Magazin für Alltagskultur</description>
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		<title>Frohes Fest</title>
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		<pubDate>Tue, 21 Dec 2010 14:06:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>axel</dc:creator>
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		<title>Was ist typisch Wedding?</title>
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		<pubDate>Sun, 06 Jun 2010 11:54:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>axel</dc:creator>
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Im  Kiez unterwegs &#8211; entlang der Panke, im Kiosk um die Ecke oder bei Penny an  der Kasse &#8211; habe ich nachgefragt: Was ist typisch Wedding?

Typisch Wedding &#8211; die Berliner Eckkneipe

von Inga Seidler
 
Manuel Off, (29) und Jasper Grote, (25), Gründer einer Innovationsagentur: „Bier. Im Wedding trinkt man Schulle. Schultheiss eben.“  „Und Döner [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><!-- 		@page { margin: 2cm } 		P { margin-bottom: 0.21cm } --></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><span style="font-style: normal;">I</span>m  Kiez unterwegs &#8211; entlang der Panke, im Kiosk um die Ecke oder bei Penny an  der Kasse &#8211; habe ich nachgefragt: Was ist typisch Wedding?</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><img class="alignnone size-full wp-image-648" title="Eckkneipe" src="http://www.derwedding.de/wpde/wp-content/uploads/Eckkneipe.jpg" alt="Eckkneipe" width="500" height="667" /></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><em>Typisch Wedding &#8211; die Berliner Eckkneipe<br />
</em></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><em>von Inga Seidler</em></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><span style="font-style: normal;"> </span><span id="more-645"></span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Manuel Off, (29) und Jasper Grote, (25), Gründer einer Innovationsagentur: „Bier. Im Wedding trinkt man Schulle. Schultheiss eben.“  „Und Döner sind typisch, auch Wettbüros und Hundescheisse.“ „Nee, das ist eher Neukölln!“</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Fränken Kodrewsky, (64), Rentnerin: „Gute Nachbarschaft. Ich wohne schon seit vierzig Jahren hier.“</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Arno Konitz, (33), Tischler: „Ich probier´s mal positiv. Man fühlt sich hier oft gar nicht so wie in Berlin. Die Bevölkerung ist gemischt. Man kann viele verschiedene Bekanntschaften schliessen.“</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Alexandra (11) und Veronika (11), Schülerinnen: „Typisch Wedding ist, dass hier immer alle Papier und Müll auf den Boden schmeissen.“ „Schön ist aber der Humboldthain. Das ist mehr so für Kinder und Fahrräder.“</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Inge Hein, (40), Angestellte: „Das GesundbrunnenCenter. Und die Badstrasse.“</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Erwin Mauser, (54), Pädagoge: „Der Wedding, das war mal die Berliner Ess- und Eckkneipe<em>.</em> Freitags mit der Ohrenkanne von der Eckkneipe Eintopf holen. Und typisch waren die Arbeiter hier. Der Wedding, das sind die kleinen Leute – mit dem kleinen <span style="font-style: normal;">Portemonnaie</span> .<em>“</em></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Rob Müller, (35), Grafiker: „Weiß ich nicht, ich komm nicht von hier. Ich kenne nur das Stattbad.“</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Axel, (35), arbeitslos: „Na, da haste dir genau den Richtigen ausgesucht! Gibt ja kaum noch Weddinger hier – sind doch fast alles Apachen hier.“</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">
<p style="margin-bottom: 0cm;">
<p style="margin-bottom: 0cm;">
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		<title>Nachbarschaftshilfe</title>
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		<pubDate>Sat, 17 Apr 2010 19:59:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>axel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alltag]]></category>

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Text: Heiko Werning &#124; Foto: Inga Seidler
Ein angenehmer Sommermorgen. Ich sitze entspannt in unserem  Hinterhofgärtchen und genieße die Sonnenstrahlen, die auf das dritte und  vierte Stockwerk des Hauses gegenüber fallen. Aus einem Fenster tönt  lautstark orientalische Musik, aus einem anderen deutscher Schlager. Der  Sound des Sommers. Mein zweijähriger Sohn Wilko sitzt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-455" title="Werning-Wedding-Axel06" src="http://www.derwedding.de/wpde/wp-content/uploads/Werning-Wedding-Axel06.jpg" alt="Werning-Wedding-Axel06" width="500" height="694" /></p>
<p>Text: Heiko Werning | Foto: Inga Seidler</p>
<p>Ein angenehmer Sommermorgen. Ich sitze entspannt in unserem  Hinterhofgärtchen und genieße die Sonnenstrahlen, die auf das dritte und  vierte Stockwerk des Hauses gegenüber fallen. Aus einem Fenster tönt  lautstark orientalische Musik, aus einem anderen deutscher Schlager. Der  Sound des Sommers. Mein zweijähriger Sohn Wilko sitzt im Sandkasten und  buddelt vor sich hin, die perfekte Idylle.</p>
<p><span id="more-428"></span></p>
<p>Plötzlich raschelt es hinter mir, und der aktuelle und vermutlich wie  immer nicht lang amtierende Inhaber der erwachsenen männlichen Stelle  in der tief im abgehängten Prekariat verwurzelten  Hinterhofgartennachbarsfamilie lugt über die Hecke. „Hey, kannste mir  mal einen Gefallen tun?“</p>
<p>„Worum geht’s denn?“</p>
<p>„Könnteste kurz auf die Kinder aufpassen? Die Olle ist im Moment  nicht da, und ich muss mal eben vor der Polizei flüchten.“</p>
<p>Obwohl das durchaus nach einer plausiblen Begründung klingt, bin ich  doch etwas irritiert. „Super, danke!“, sagt mein Nachbar, ehe ich etwas  antworten kann, „ich muss mal los, die brechen gerade die Tür auf. Das  Baby liegt hinten im Esszimmer, ein Fläschchen steht noch an der Spüle.“</p>
<p>Im nächsten Moment sprintet er zu dem immerhin gut zwei Meter hohen  Gusseisenzaun, der unseren Hinterhof von dem des Nachbarhauses trennt,  hüpft mit einem eleganten Satz hinüber und rennt durch den Torbogen  Richtung Ausgang zur Querstraße. Der ist weg.</p>
<p>Ich blicke erst mal über die Hecke in Nachbars Garten. Dahinter  stehen drei etwas verstört wirkende kleine Kinder im Alter zwischen  geschätzt 2 und 6. Aus der Wohnung dringt Babygeschrei. „Bist du jetzt  unser neuer Papa?“, will die Größte wissen. Verdammt. Es ist kurz vor  11, in Bälde müsste eigentlich Freund Hinark Husen eintreffen, der heute  den Babysitter für Wilko machen soll. Bis dahin musste ich die  Situation irgendwie allein unter Kontrolle halten.</p>
<p>„Los, Wilko, wir müssen da mal rüber“, sage ich zu meinem Sohn, der  aber den Sandkasten nicht verlassen will und zu schreien anfängt. Das  scheint sich psychisch destabilisierend auf den Jüngsten von gegenüber  auszuwirken, denn jetzt fängt es hinter der Hecke auch an zu heulen. Und  wie soll ich überhaupt über oder durch diese verdammte Hecke kommen?</p>
<p>Die Blagen von nebenan spielen öfter mal bei uns im Garten, also  frage ich die Älteste, wie sie eigentlich immer herkommen. „Ich zeig’s  dir!“, ruft sie erfreut. Dann kommt sie auf allen Vieren unter einem  Busch direkt am Zaun zu mir rübergekrochen. „Hier, ist ganz einfach!“  Verdammt, da pass ich nicht durch. „OK, das geht so nicht“, informiere  ich die Kleine, die einigermaßen verständig wirkt. „Pass auf, ich gehe  mit Wilko jetzt außen rum, über die Seestraße. Ich klingle bei euch, und  du lässt uns dann rein, OK?“ Sie schaut mich nachdenklich an. „Aber vor  die Haustür hat Papa doch das Sofa und die Kommode geschoben, wegen der  Polizisten.“</p>
<p>Das hatte ich nicht bedacht. Jetzt fängt auch die Mittlere an zu  heulen, das Geschrei wird langsam infernalisch und bessert sich nicht,  als ich Wilko gegen seinen Willen aus der Sandkiste hieve und durch das  Loch in der Hecke drücke. Im dritten Stock öffnet sich ein Fenster: „Ey,  was ist denn das für´n Alarm da unten? Andere wollen noch schlafen, so  früh am Morgen!“, brüllt Hoppe zu uns runter, eine gute Gelegenheit, ihn  darauf hinzuweisen, dass er nicht immer seinen Staubsaugerbeutel aus  dem Fenster in unseren Garten werfen soll. „Oh, `tschuldigung“, ruft er,  „dann sind wir jetzt ja quitt.“ Er macht das Fenster zu, na also.</p>
<p>Aber es muss trotzdem was geschehen. Drei aus Leibeskräften  schreiende Kleinkinder und ein hysterisches Baby sind vielleicht ein  bisschen viel für die Nachbarschaft, morgens um 11. Nicht, dass Robert  Rescue noch wach wird. Also quetsche ich mich irgendwie durch das Loch,  der Busch muss einige Äste lassen und ich einige Kratzer einstecken,  aber dann geht es doch. Das Baby schreit jetzt schon ziemlich, und  außerdem hört man das Geklopfe und Gedröhne von der Tür, meine Güte, was  brauchen die da eigentlich so lange, die Bullen? Die Kinder beruhigen  sich allmählich wieder, jetzt müsste ich nur noch die Flasche ins Baby  stecken, dann herrschte wenigstens erst mal wieder Ruhe. Allerdings –  wie soll ich da reinkommen? „Wo ist denn die Tür zu eurer Wohnung?“,  frage ich verblüfft. „Welche Tür?“, fragt die Große zurück, „wir  klettern immer durchs Fenster.“ Hoffentlich kriegen sie ihn, meinen  Nachbarn, denke ich innerlich fluchend, und buchten ihn schön lange ein.</p>
<p>Also gut, jetzt werde ich ja auch noch irgendwie durch dieses Fenster  kommen. Ist so hoch zum Glück ja nicht. Während ich mich also durch den  Fensterrahmen schiebe, knallt es beachtlich, ein großes Geschiebe und  Geknarze – aha, die Polizisten haben offenbar die Tür aufgebrochen und  schieben jetzt die Möbel weg. Ich aber kann mich nicht wegschieben. Ich  hänge irgendwie fest. Wie unangenehm. „Was machst du denn da?“, fragt  das große Mädchen draußen. „Halt die Klappe“, antworte ich pädagogisch  wertvoll.</p>
<p>Ein paar Momente später stehen zwei der Herren in Grün vor mir,  während ich immer noch im Fenster hänge, mit einem Bein im Rahmen und  einem Bein draußen. „Halt!“, brüllt einer der Bullen und zieht allen  Ernstes seine Waffe, „bleiben Sie stehen!“ „Ich stehe nicht, ich liege“,  blaffe ich ihn an. Manchmal glaube ich direkt, ich habe mich doch ganz  gut eingelebt hier in den letzten 17 Jahren, „Können Sie nicht mal  helfen?“ Er beäugt skeptisch die Situation. Immerhin scheint er mich  vorerst als ungefährlich einzustufen und steckt die Knarre wieder ein.  „Was machen Sie denn da?“</p>
<p>„Ich versuche, hier reinzukommen!“, antworte ich wahrheitsgemäß. Er  guckt noch misstrauischer.</p>
<p>„Und warum, wenn ich fragen darf? Sind sie nicht eben noch vor uns  weggelaufen?“</p>
<p>„Nein, ich bin nur der Babysitter!“</p>
<p>Das Baby schreit weiter aus vollem Halse, das scheint ihn zu  überzeugen. Er reicht mir die Hand, zieht kräftig, und schon bin ich  drin. Die Kinder draußen lachen laut. Es ist ja so einfach, denen eine  Freude zu machen.</p>
<p>Während ich mir die Flasche greife und dem Baby gebe, aufmerksam  beäugt vom zweiten Polizisten, klettert der Kollege zu den Kindern nach  draußen. Sehr gut, mit Waffengewalt werden wir die schon gebändigt  bekommen. Er guckt sich etwas hilflos um, und offenbar geht ihm auf, was  passiert ist. Man hört ihn leise fluchen, dann beginnt er mit der  Besteigung des Zauns. Das sieht schon weit weniger elegant aus als bei  meinem Nachbarn, unbeholfen bleibt er oben kurz hängen, na also, ich  grinse zufrieden: „Was machen Sie denn da?“, rufe ich ihm noch zu.  Revanche geglückt. Die Kinder kugeln sich vor Lachen. Der Polizist  landet im Nachbarhof und macht sich auf Richtung Nebenstraße. Nun  klettert auch der zweite Polizist in den Garten, um sich ein Bild der  Lage zu machen.</p>
<p>Im nächsten Moment ertönt ein großes Geraschel – Hinark quetscht sich  durch die Hecke. Der Polizist zückt sofort wieder seine Waffe, Hinark  quiekt: „Hilfe, ich bin doch nur der Babysitter!“</p>
<p>Verwirrt guckt der Polizist zwischen uns hin und her: „Was’n jetzt,  wolln’se mich verarschen, oder was?“</p>
<p>„Nein“, versuche ich zu erklären, „ich bin nur hier, äh,  aushilfsweise der Babysitter bei meinem Nachbarn. Und das hier“, ich  zeige auf Hinark, „ist halt der Babysitter, der auf mein Kind“, ich  zeige auf Wilko, „aufpassen soll.“</p>
<p>„Weil sie keine Zeit haben, sich selbst um das Kind zu kümmern“,  schlussfolgert der Polizist durchaus richtig.</p>
<p>„Genau!“, bestätige ich.</p>
<p>„Weil Sie ja auf die Kinder vom Nachbarn aufpassen müssen.“</p>
<p>„Nein, eigentlich nicht, also &#8230; ach!“ Er glaubt uns eh kein Wort.  Ich sehe uns alle schon den ganzen Tag auf der Polizeiwache verbringen,  da kommt Frau Nachbarin rein: „Was ist denn hier los?“</p>
<p>„Mama! Mama!“, kreischen die drei Fremdkinder, ich drücke ihr das  Baby in die Hand und informiere sie: „Ich hab nur kurz auf die Kinder  aufgepasst. Dein Freund hatte, äh, zu tun.“ Sie schaut sich kurz um und  scheint die Lage sofort zu erfassen. „Das ist schon OK, das sind nur die  Nachbarn“, erläutert die Frau jetzt dem Polizisten, „Sie wolln zu  meenem Typen, wa? Der is bestimmt wieda hinten übern Zaun. Den kriegn’se  nich mehr, der ist erstaunlich fix, wenn er mal muss. Sonst kriegta`n  Arsch nich hoch, aber wenn die Bullen hinter´m her sind, dann rennta  wie’n Weltmeista, die Pfeife. Was hatta´n nu scho wieda ausjefressen?“</p>
<p>Den Nachbarn treffe ich eine Woche später auf der Seestraße. „Ey,  besten Dank noch wegen neulich, wa!“, ruft er mir zu, als ich vorbei  gehe, „war nur’n kleines Kreditproblem, verstehste? Hättense drei Tage  gewartet, hätt ich ja alles bezahlt, aber so musste ich mir halt `n  bisschen verdünnsieren, wa?“ Ich nicke verständnisvoll.</p>
<p>::</p>
<p><em><strong>Buchpremiere &#8220;Mein wunderbarer Wedding&#8221; von Heiko Werning am 21. April im Mastul</strong></em></p>
<p><em>Vor rund 20 Jahren ist Westfale Werning zufällig in den Wedding geraten, weil da halt Wohnungen frei waren. Bald darauf war ihm auch klar, warum. Sein Verharrungsvermögen war trotzdem stärker, und so machte er einfach das, was er als gelernter Reptilienforscher halt kann: Hingucken und aufschreiben, was die merkwürdigen Geschöpfe um ihn herum so machen. Die Beobachtungsprotokolle sind nun als schönes Buch mit dem Namen &#8220;Mein wunderbarer Wedding&#8221; bei der <a href="http://www.edition-tiamat.de/" target="_blank">Edition Tiamat</a> erschienen.</em></p>
<p><em><br />
</em></p>
<p><em>Mi 21.04.2010</em></p>
<p><em>21 Uhr Mastul e.V.</em></p>
<p><em>Liebenwalder Strasse 33, Wedding</em></p>
<p><em>U6 Seestr., U9 Nauener Platz, Tram Osramhöfe</em></p>
<p><a href="http://www.mastul.de/" target="_blank"><em>www.mastul.de</em></a></p>
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		<title>Schlimme Zeiten im Wedding</title>
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		<pubDate>Wed, 31 Mar 2010 17:46:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>axel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alltag]]></category>

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Orient.Net, Turiner Straße 41


Text: Robert Rescue &#124; Foto: Mirko Zander


An der Ecke waren sie über mich hergefallen und hatten mich in ihren Laden gezerrt.
Dann setzten sie mich in eine der Kabinen und zwangen mich mit einer Pistole, am Computer zu surfen.

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<p class="MsoNormal"><img class="alignnone size-full wp-image-362" title="Telecafé" src="http://www.derwedding.de/wpde/wp-content/uploads/Telecafé.jpg" alt="Telecafé" width="500" height="325" /></p>
<p class="MsoNormal"><em>Orient.Net, Turiner Straße 41</em></p>
<p class="MsoNormal" style="padding-left: 30px;">
<p class="MsoNormal" style="padding-left: 30px;">
<p class="MsoNormal">Text: Robert Rescue | Foto: Mirko Zander</p>
<p class="MsoNormal">
<p class="MsoNormal">
<p class="MsoNormal">An der Ecke waren sie über mich hergefallen und hatten mich in ihren Laden gezerrt.</p>
<p class="MsoNormal">Dann setzten sie mich in eine der Kabinen und zwangen mich mit einer Pistole, am Computer zu surfen.</p>
<p class="MsoNormal"><span id="more-361"></span></p>
<p class="MsoNormal">Ich gehorchte und besuchte die Seiten, die ich sonst aufgerufen hätte, wenn ich ohne Zwischenfall nach Hause gekommen wäre. Ich besaß DSL und hatte ihre Dienstleistung nicht nötig, aber das zählte für die nicht.</p>
<p class="MsoNormal">Sie waren Weddinger Geschäftsleute und in der Anpreisung ihrer Dienstleistung unerbittlich. „So, eine Stunde ist rum. Das kostet ein Euro“, sagte der Chef des Ladens später und nahm die Pistole von meiner Schläfe. Du bist guter Kunde. Nächstes Mal gerne wieder.“</p>
<p class="MsoNormal">Ich zahlte, verdammte sie innerlich und suchte das Weite. Draußen kramte ich einen Euro hervor und bereitete mich vor. An der nächsten Ecke lauerte das nächste, das konkurrierende Internet-Café. Wie so oft würde es eine lange Nacht werden, bis ich endlich nach Hause fand.</p>
<p class="MsoNormal">Den Computer würde ich dann nicht mehr anschalten. Eigentlich brauchte ich ihn auch gar nicht mehr &#8230;</p>
<p class="MsoNormal">
<p class="MsoNormal">
<p class="MsoNormal">
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<p class="MsoNormal">Eigentlich brauchte ich ihn auch gar nicht mehr &#8230;</p>
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