Im Kiez unterwegs – entlang der Panke, im Kiosk um die Ecke oder bei Penny an der Kasse – habe ich nachgefragt: Was ist typisch Wedding?

Typisch Wedding – die Berliner Eckkneipe
von Inga Seidler
Manuel Off, (29) und Jasper Grote, (25), Gründer einer Innovationsagentur: „Bier. Im Wedding trinkt man Schulle. Schultheiss eben.“ „Und Döner sind typisch, auch Wettbüros und Hundescheisse.“ „Nee, das ist eher Neukölln!“
Fränken Kodrewsky, (64), Rentnerin: „Gute Nachbarschaft. Ich wohne schon seit vierzig Jahren hier.“
Arno Konitz, (33), Tischler: „Ich probier´s mal positiv. Man fühlt sich hier oft gar nicht so wie in Berlin. Die Bevölkerung ist gemischt. Man kann viele verschiedene Bekanntschaften schliessen.“
Alexandra (11) und Veronika (11), Schülerinnen: „Typisch Wedding ist, dass hier immer alle Papier und Müll auf den Boden schmeissen.“ „Schön ist aber der Humboldthain. Das ist mehr so für Kinder und Fahrräder.“
Inge Hein, (40), Angestellte: „Das GesundbrunnenCenter. Und die Badstrasse.“
Erwin Mauser, (54), Pädagoge: „Der Wedding, das war mal die Berliner Ess- und Eckkneipe. Freitags mit der Ohrenkanne von der Eckkneipe Eintopf holen. Und typisch waren die Arbeiter hier. Der Wedding, das sind die kleinen Leute – mit dem kleinen Portemonnaie .“
Rob Müller, (35), Grafiker: „Weiß ich nicht, ich komm nicht von hier. Ich kenne nur das Stattbad.“
Axel, (35), arbeitslos: „Na, da haste dir genau den Richtigen ausgesucht! Gibt ja kaum noch Weddinger hier – sind doch fast alles Apachen hier.“

Typisch für denn Wedding ist natülich der club zero an der Osloer str/ecke prinzenallee nirgendswo sonst kann man besser vögeln.
Typisch sind die Spiel Casino die jede 100mt man befinden kann…