
Text: Robert Rescue | Foto: Inga Seidler
Als ich zuschaue, wie der Mann die Pizza in den Backofen schiebt, kommt mir der Gedanke, dass ich in den Zeiten von Analogkäse und Schinkenimitat nachfragen sollte, aus welchen Bestandteilen die Pizza besteht, die ich gerade geordert habe.
„Ist der Schafskäse auf der Pizza auch Schafskäse?“, frage ich also.
Der Pizzabäcker schaut auf.
„Die Pizza kostet 3 Euro. Was erwarten Sie da?“
„Und die anderen Sachen? Spinat, Käse, Tomatensoße?“
„Hauptsache ist doch, dass es schmeckt und aussieht, wie man es gewohnt ist“, antwortet der Mann hinter der Theke. „Ich sage ihnen, wenn sie wüssten, wie beispielsweise die Pizza „Prosciutto“ eigentlich heißen müsste, dann hätten sie schon Probleme mit der Aussprache.“
Auf dem Weg nach Hause werfe ich die Pizza in den Müll und schlage den Weg zur Mittelpromenade ein. An dieser Imbissbude bestelle ich mir eine Schachtel Pommes. Die sind doch aus echten Kartoffeln, oder?“, will ich schon fragen, doch ich verzichte darauf.
Neulich beim Pizzabäcker La Rosa
von Robert Rescue
Als ich zuschaue, wie der Mann die Pizza in den Backofen schiebt, kommt mir der Gedanke, dass ich in den Zeiten von Analogkäse und Schinkenimitat nachfragen sollte, aus welchen Bestandteilen die Pizza besteht, die ich gerade geordert habe.
„Ist der Schafskäse auf der Pizza auch Schafskäse?“, frage ich also.
Der Pizzabäcker schaut auf.
„Die Pizza kostet 3 Euro. Was erwarten Sie da?“
„Und die anderen Sachen? Spinat, Käse, Tomatensoße?“
„Hauptsache ist doch, dass es schmeckt und aussieht, wie man es gewohnt ist“, antwortet der Mann hinter der Theke. „Ich sage ihnen, wenn sie wüssten, wie beispielsweise die Pizza „Prosciutto“ eigentlich heißen müsste, dann hätten sie schon Probleme mit der Aussprache.“
Auf dem Weg nach Hause werfe ich die Pizza in den Müll und schlage den Weg zur Mittelpromenade ein. An dieser Imbissbude bestelle ich mir eine Schachtel Pommes. Die sind doch aus echten Kartoffeln, oder?“, will ich schon fragen, doch ich verzichte darauf.

Die Antworten des Pizzabäckers sind sehr unbefriedigend. Er sollte schon genau Auskunft geben, aus welchen Zutaten seine Pizza besteht. Eigentlich müsste es sogar eine Kennzeichnung derselben auf der Bestellliste oder auf einem Aushang im Laden geben. Da ist es dann besser, die Pizza woanders zu kaufen, wo man mehr Vertrauen haben kann oder man macht sie selbst. Auch Tiefkühl- oder Kühlpizza aus dem Supermarkt sind besser, denn da steht geanu drauf, was drin ist.
Ich finde es ja in sofern schon gut, dass der Pizzabäcker in so weit ehrlich war und auch bescheid wusste, dass es sich um analogprodukte handelt.
Einige wissen das ja gar nicht oder reagieren empört darauf.
Mal davon abgesehen, zumindest bei Käse ist das pflanzliche Imitatprodukt ja durchaus Gesünder als das Original aufgrund des geringeren Cholesteringehalts. Interessant sind solche künstlichen Produkte auch für Veganer, da so auch sie in den Genuss von “Käse” oder “Fleisch” kommen können, ohne ein schlechtes Gewissen haben zu müssen. Nicht immer muss etwas künstlich produziertes auch Schlecht sein.
Aber ich gebe Recht, dass es genauer Ausgeschrieben sein müsste. Bei dem Pizzabäcker aus der Erzählung glaube ich aber durchaus, dass wenn man ihn direkt darum gebeten hätte, er auch erzählt hätte was da drinn ist.
Aber wer will das schon wirklich Wissen? Die meisten die das Fragen wollen doch sicher nur wissen, ob es Originalprodukte sind oder nicht.
Und wäre das nicht so sehr in den Medien gewesen, würde selbst das heute die meisten nicht interessieren.
2Jahre davor hat es schließlich auch niemanden interessiert, wieso auf der Zutatenliste der Käsepakung “50% Käse” stand.
Tja der Pizzabäcker gegenüber vom Reichelt ist gar nicht schlecht, da kann man zuschauen, was er so draufmacht nicht so wie sonst wo er in eine dunkle (versiffte) Küche verschwindet, kann mich noch an den Libanesen in der Seestr erinnern, habe mal die Küche gesehen….Schluck (nicht der neue….der der davor drin war)